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myworld 0

Anmeldedatum: 29.03.2010 Beiträge: 8
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Verfasst am: 31.05.2010, 11:00 Titel: Erfahrungsbericht Hff Potsdam/Drehbuch Zulassungsprüfung |
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Hallo Hallo,
Da mir die Erfahrungsberichte hier sehr geholfen haben, möchte ich auch einen schreiben. Ich habe noch kein Ergebnis, ob ich genommen werde - bin also noch in der Wartephase.
Bewerbung
Sehr lange habe ich nach dem Studiengang gesucht, den ich WIRKLICH machen möchte. Ich habe einiges ausprobiert, doch das Gefühl "Ja, genau das ist es" bekam ich erst letztes Jahr, als ich mein erstes Drehbuch schrieb. Ich habe es damals eher deswegen geschrieben, weil es in meinem Kopf war und raus musste. Ich konnte schon gar nicht mehr schlafen, weil ich weiter schreiben wollte - und voila: ich wusste also was ich machen will.
Also habe ich mich an der Hff in München und in Potsdam für Drehbuch/Dramaturgie beworben. München hat mich abgelehnt, Potsdam hat mich eingeladen.
Ich habe die Bewerbunsmappe eingeschickt: Prosatexte von mir, ein Exposé (von dem Drehbuch was ich damals schrieb) und eine Filmanalyse von dem Film "Ben-X".
Zur Bewerbung muss ich sagen: heute würde ich sie anders machen. Ich bin erschrocken, als ich nochmal nachgesehen habe, was ich da eingeschickt habe - aber es hat ja gereicht!
Auch zur Filmanalyse: Ich habe es aus dem Bauch heraus geschrieben - so wie ich mir eine Filmanalyse vorstelle. Ich weiß zwar nicht warum, aber ich habe mich nicht groß informiert wie so eine Analyse auszusehen hat.
Prüfung[u]
In meinem Bericht möchte ich mich auf die Prüfung beschränken.
Ich habe mich da ziemlich reingesteigert, hatte total Angst.
Also habe ich viele Filme noch angesehen und viel gelernt. Ich möchte nicht sagen, dass das sinnlos war, denn es hat mir mehr Sicherheit gegeben, aber viel Wissen haben sie nicht abgefragt
[u]Die schriftliche Prüfung
Ich sitze also vor dem Zimmer und warte bis die Stunde der Wahrheit schlägt. Ein paar Studenten laufen an mir vorbei und flüstern mir zu "es ist gar nicht so schlimm, wie man denkt" - der hat gut reden, denke ich mir, aber freue mich trotzdem über die aufmunternden Worte.
Ich gehe durch, wer mir jetzt alles die Daumen drückt - sogar die Verkäuferin aus dem Souvenirladen, wo ich mir einen Stadtplan von Potsdam gekauft habe. Na denn - es kann ja nichts mehr schief gehen.
Ich betrete den Raum, wo eine weitere Bewerberin wartet. Wir sitzen an einem runden Tisch und bekommen einen Film zu sehen - wir sollen uns Notizen machen. Zum Glück müssen wir die Blätter nicht abgeben - ich habe nämlich ein Talent Notizen völlig kompliziert aufs Blatt zu kritzeln.
Der Film geht ca. 15 Minuten und ich warte auf den entscheidenden Moment, wo ich anfange ihn zu verstehen. Mh....der erste Gedanke "Scheiße!!" Aber gut, kühlen Kopf bewahren und einfach Auffälligkeiten merken etc.
NAch einer Stunde geht es dann weiter. Die Mitbewerberin neben mir geht jetzt in die mündliche Prüfung. Ich wünsche ihr Glück, als schon der nächste Bewerber den Raum betritt. Wir sollen einen Plot schreiben. Fünf Zeitungsartikel liegen vor uns, die uns einen Anstoß geben sollen. Ich suche mir einen raus und schreibe dazu einen Plot (jedoch sehr weit interpretiert, was scheinbar ganz gut war).
Dann will ich endlich (nach einer Stunde) in die mündliche Prüfung. Tatsächlich, ich habe Lust. Denn nach zwei Stunden Stille kann reden nicht schaden.
Die mündliche Prüfung
Ich betrete den Raum - den ich als angenehm empfinde und drei Prüfer sitzen schon an ihrem Platz - wir warten noch auf den "Boss". Die Spannung steigt. Ich sage es: "Die Nervosität steigt" und sie beruhigen mich ein wenig. Dann kommt der Vierte - zwei Männer, zwei Frauen - darunter eine Studentin.
Die Fragen. Mh... ich habe mich auf einiges vorbereitet und war letzlich erstaunt, wie wenig tatsächlich gefragt wurde. Sie sagten mir, dass sie mich eingeladen haben, weil sie meine Arbeiten gut finden und mich jetzt noch kennenlernen wollen - uf! Das nimmt schon mal viel Nervosität.
Ich darf mir aussuchen mit was ich anfange - der Filmanalyse oder den Plot den ich soeben geschrieben hatte. Ich entscheide mich für die Filmanalyse und "plapper" drauf los. Sie sagten mir, dass ich ehrlich sagen darf, wie ich den Film finde, denn den hat eine Studentin gemacht und sie sind dankbar für Kritik. Also gut! Ich sage, dass ich ihn nicht wirklich verstanden habe bzw. das einige Fragezeichen bleiben. Ich erzähle was mir aufgefallen ist, erzähle meine Gedankengänge die ich dabei hatte etc. Da ich den Film nicht wirklich gut fand, kam die Frage "Was würden Sie anders machen?" - Ich erzähle was ich anders machen würde - eher spontan. "Wie würden Sie die Charaktere darstellen?"
Auch das erzähle ich - aus dem Bauch. Ich bin erstaunt, dass es einfach so aus mir herauskommt. Und schon landen wir in einer Diskussion über Bayern und Berlin. Wir lachen alle herzlich und sie wollen wissen, wie so ein Film in Bayern aussehen würde. Ich erzähle es ihnen.
Dann kommt der Plot. Ich rede drauf los - mit einer Begeisterung. "Also die erste Szene, die muss ich jetzt erklären. Ich weiß schon genau wie sie aussehen soll" etc. Das zieht sich sehr lange hin und sie fragen immer wieder nach. Einen der Prüfer konnte ich noch nicht so ganz überzeugen - doch ich gebe nicht auf und möchte, dass er versteht, was ich meine.
Dann lenkt zum Glück eine der Prüferinnen ein und fragt etwas zu meinem Exposé, wie ich das umsetzen möchte. Gute Frage - da habe ich eine Antwort und schieße los. Sie sind einverstanden mit der Antwort.
JEtzt noch ein paar persönliche Fragen. Wie ich meine Ideen sammel, wie ich auf Potsdam komme, ein paar Fragen zu meinem Lebenslauf, wie ich mich finanziere.
Ja und dann - dann bin ich fertig. Es irritiert mich "Wir sind schon fertig?" frage ich entsetzt. Ich wollte gar nicht gehen. Ich habe mich richtig wohl gefühlt in dieser Runde und war gerade dabei warm zu werden. Tja - noch ein kurzes Gespräch über Berlin und Potsdam und dass ich jetzt noch eine Städtetour mache.
Achja und da die Prüfung an meinem Geburtstag war gratulierten sie mir. Das war schön. "Wir haben leider nichts zu trinken da" sagte einer von ihnen. "Das kommt nach der Arbeit" lache ich.
Ich sollte ja drei Filme angeben, über die sie mit mir reden können.
Ich wählte die Filme "Boss of it all" (Lars von Trier), "Vier Minuten" (Chris Kraus) und "Wie im Himmel" (Kay Pollak).
Sie fragten mich nichts darüber. Sie fragten mich auch nichts über meine Prosatexte und nichts über die Filmanalyse "Ben-X". Viele Fragezeichen, denn das hatte ich eigentlich erwartet.
Fazit
Ich muss sagen: Ich bin erstaunt. Die Aussage des Studenten hat sich tatsächlich befürwortet. Es ist bei Weitem nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Prüfer waren mir sehr sympathisch und es hat Spaß gemacht.
Ich habe sehr viel geredet, das hat mir die unangenehmen Fragen erspart. Je mehr man redet, desto weniger Zeit ist auch.
Mein Tip - den hier wohl jeder gibt: Seid ihr selbst.
Ich habe gemerkt, wenn ich auch in der Vorbereitung mich viel ums Wissen gekümmert habe, bin ich abgedreht. Denn: Man findet immer etwas, das man eigentlich wissen müsste, aber nicht weiß. Also habe ich mich mehr darauf konzentriert: Warum will ich das machen? Und das denke ich konnte ich rüberbringen. Ich hatte Spaß, sogar in der Prüfungssituation.
Ob es gereicht hat, weiß ich nicht, aber eine Erfahrung war es auf jedenfall wert!!!
So ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen!
Alles Gute für die die es noch vor sich haben!
Myworld[/u] |
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to be 0

Anmeldedatum: 16.04.2010 Beiträge: 4
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Verfasst am: 25.07.2010, 19:11 Titel: Und? |
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| Nach deinem detaillierten Bericht, über den sich mit Sicherheit viele Bewerber noch freuen werden, bin ich ganz neugierig, ob es geklappt hat? Danke fürs Teilen! to be |
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